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Schnell, korrekt und vollständig die Hausbau Nebenkosten berechnen. Behalte den Überblick mit der Checkliste!

Checkliste Hausbau Nebenkosten berechnen

Die Baunebenkosten sind nicht zu vernachlässigen, betragen sie doch immerhin rund 25% der Baukosten. Gemeinsam mit den Grundkosten, den Grundnebenkosten und den Baukosten ergeben sie die gesamten Projektkosten.

Die Baunebenkosten berechnen sich aus den unten beschriebenen 5 Punkten.

1. Honorare / Planungskosten Hausbau

Honorare sind für Architekt / Statiker / örtliche Bauaufsicht / sonstige Planer zu bezahlen (Vermessung und Bodengutachten werden hier bereits bei den Nebenkosten Grundstückskauf berücksichtigt). Die Planungskosten Hausbau sind sehr stark von der Art der Bauumsetzung abhängig:

Architektenhaus

Die gesamte Planung, Ausschreibung und Vergabe, örtliche Bauaufsicht bis zur hin zur Fertigstellung wird vom Architekten übernommen.

Nebenkosten Hausbau Checkliste
Nebenkosten Hausbau Checkliste

Dies ist – was die Planungskosten betrifft – augenscheinlich am teuersten. Dafür lässt es sich mit einem guten Architekten bei den Baukosten gut sparen und du erhältst ein hochwertiges Haus. Die gesamte Planung inkl. Ausschreibung und Vergabe beträgt dabei rund 10-15% der Baukosten und für die örtliche Bauaufsicht komment nochmal rund. 5% der Baukosten hinzu. (ca. 15% – 20% der Baukosten), eine detailierte Auskunft über die Architektenkosten ist hier nach zu lesen.

Fertighaus

Die Planungsleistungen sind hier bereits im Gesamtpreis enthalten. Es kommen oft noch geringfügige Kosten für die Planung der Gründung hinzu (Ausführungs-, Detailpläne und Statik für Bodenplatte oder Keller – ca. 1% der Baukosten).

Generalunternehmer / Baufirma / Pauschalangebot

Bei dieser Variante beauftragst du – am besten nachdem die Baugenehmigung vorliegt – ein Generalunternehmen für den gesamten weiteren Ablauf (Detailplanung und Bau). Sämtliche weiteren Honorare sind dann Teil des Pauschalvertrags mit dem Generalunternehmen und werden nicht mehr extra angeführt (z.B. Fachplanung, Bauleitung, Management). Dennoch wird die anfallende Planungsleistung natürlich verrechnet und ist deshalb – solange noch kein Pauschalangebot vorliegt – in der ersten groben Kostenschätzung – hier mit zu berücksichtigen (grobe Annahme: 10% der Baukosten).

Den Vorentwurf kannst du bei dieser Variante selbst bzw. gemeinsam mit einem Architekten oder einem anderen kompetenten Partner erstellen. Ist der generelle Entwurf abgeschlossen und es müssen nur noch die Einreichunterlagen (inkl. Energieausweis) erstellt werden sind die Kosten überschaubar ( ca. 1% der Baukosten).

Zusätzlich kann in der Bauphase noch eine unabhängige Baustellenkotrolle (oder in Österreich: örtliche Bauaufsicht – ÖBA) beauftragt werden. So können Mängel rasch entdeckt und behoben werden. Das ist aber nicht zwingend vorgeschrieben. Für fachlich wenig versierte Bauherren, die nicht viel Zeit auf der Baustelle verbringen ist es eine gute und sinnvolle Lösung. Bauherren, die sich fürs Bauen interessieren, viel Zeit auf der Baustelle verbringen, über alle Vorgänge Bescheid wissen und Kontakt zu den Arbeitern halten können diese Aufgabe selbst übernehmen. Außerdem gibt es auch noch die Möglichkeit, zusätzlich zur eigenen Baustellen-Kontrolle einen Bau-Sachverständigen für einzelne Kontroll-Termine zu engagieren (zB. hier oder hier).

Selbst Planen und Bauen

Alles selber planen und Handwerker/Gewerke einzeln zu beauftragen war früher gang und gebe. So konnten Planungskosten und damit auch die Hausbau Nebenkosten eingespart werden. Allerdings können so auch relativ leicht Fehler passieren und das Risiko, dass etwas nicht nach Plan läuft ist groß. Außerdem ist der orgnisatiorische Aufwand und der Zeitaufwand für so ein Vorhaben enorm. Grundsätzlich spricht nichts dagegen wenn die untenstehenden Punkte erfüllt werden:

  • Der Bau steht nicht unter Zeitdruck (sodass die Koordination der einzelnen Gewerke keine Probleme birgt)
  • Du bist vom Fach (z.B.: Architekt, Polier…) oder hast viel Erfahrung mit den Abläufen beim Hausbau.
  • Du hast im Bekanntenkreis/in der Familie viele Handwerker die dir besonders günstige Konditionen anbieten und denen du vertraust (z.B.: Maurer, Dachdecker, Elektriker …). Die Nachbarschaftshilfe wird am Land teilweise auch heute betrieben – ein Nachbar hilft dem Anderen beim Hausbau, jeder in seiner Profession. Eine Gewährleistung gibt es natürlich nur dort wo auch eine Firma/ein Handwerker beauftragt wurde. Hier solltet ihr an eine Unvallversicherung für alle privaten Helfer denken (BG Bau).

Auch hier müssen gewisse Planunterlagen erstellt werden z.B.: die Einreichunterlagen (für den Bauantrag). Doch die Planungskosten bleiben bei dieser Variante sehr gering (ca. 1% der Baukosten).

2. Finanzierung

Zu den Hausbau Nebenkosten gehören auch alle Kosten zur Finanzierung des Baus. So wie Kreditgebühren, Eintragungsgebühr, sonstige Einmalkosten, Zinsen während der Bauzeit (ca. 4% der Baukosten).

3. Gebühren für die Baugenehmigung

Für die Baugenehmigung fallen auch Kosten an. Diese sind je nach Ort und Vorhaben unterschiedlich. In Deutschland belaufen sich die Kosten auf rund 0,5% der Baukosten. In Österreich sind diese Kosten etwas niedriger und betragen rund 100 bis 200Euro, die Gemeinde kann auch ein Bodengutachten vorschreiben – dieses ist dann extra zu bezahlen und fällt unter den Punkt Honorare.

4. Versicherungen während des Baus

Erkundige dich dazu bei deinem Architekten/ Generalunternehmen/ Fertighausanbieter – Einige Versicherungsleistungen sind ev. schon durch diese Partner abgedeckt. Grundsätzlich gibt es folgende Versicherungen:

  • Rohbauversicherung: zahlt bei bei Feuer-, Hagel- und Sturmschäden (kann später in die Eigenheimversicherung übergehen)
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung: Schutz vor Schadenersatzforderungen (durch Sach- und Personenschäden)
  • Bauhelferunfallversicherung: Wenn unentgeltlich arbeitende Personen aushelfen.
  • Bauwesenversicherung

Diejenigen die viel in Eigenleistung machen und eventuell Unterstützung von Freunden und Bekannten bekommen, müssen sich, ihre Familienmitglieder und andere Helfer versichern. Die Unfallversicherung für Bauhelfer kostet 1,45€ (alte Bundesländer) bzw. 1,28€ (neue Bundesländer) je Helferstunde. Bauherr und Bauherrin selbst müssen sich separat versichern.

5. Reserve

Ein wichtiger Teil der Hausbau Nebenkosten ist die Reserve. Es wird empfohlen diese mit 10-15% der Baukosten anzusetzen. Ein solcher Betrag für Werkzeuge, diverses zusätzliches Material und Unvorhergesehenes kann schnell mal zusammenkommen und darf beim Baunebenkosten berechnen nicht vergessen werden! (ca. 10% der Baukosten)

Weiterführende Artikel

Einen Artikel zur detailierteren Kostenkalkulation und Kostenkontrolle gibt es hier.

Checkliste als PDF per E-Mail

Die Checkliste zu den Hausbau-Nebenkosten sowie weiterführende Checklisten und Berechnungs-Tools gibt es gratis per Email.


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Foto: pixabay.com

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